Valle Sagrado de los Incas – Das Heilige Tal der Inkas

Der Zeitpunkt für die Tour zu einem unserer absoluten Highlights war gekommen. Der 20. Oktober begann damit, dass wir früh aufstehen mussten, um den Flug nach Cusco un 9:25 Uhr zu erwischen.

Früh aufstehen sollte dann auch ein Motto der folgenden Tage bleiben.

Nachdem wir aus Lima gestartet waren, hatte ich aus dem Fenster (leider direkt über der Tragfläche sitzend) dennoch einen schönen Blick auf die ansteigenden Anden unter uns. Lima liegt auf Meereshöhe, der Flughafen Cusco auf 3.300m, zwischen den beiden Städten steigen die Berge auch noch deutlich höher empor.

Entsprechend „holprig“ war dann auch der Flug nach sowie der Anflug auf Cusco. Man kann sich das im Grunde wie eine Fahrt auf Kopfsteinpflaster vorstellen, in einem Flugzeug, welches im Anflug durch ein Tal seine Kurven dreht.

Interessant wird es dann beim Aussteigen. Wie gesagt, Cusco liegt auf 3.300m Höhe. Laut der Webseite alpenpaesse.de ist der höchste Pass in den europäischen Alpen „die französische Route des Grandes Alpes krönende Col de l’Isèran mit 2.770 Metern“. Cusco liegt als Stadt schon 500m höher, und dabei sollte es auf unserer Reise nicht bleiben.

Es gibt Menschen, die steigen hier aus dem Flugzeug aus und merken keinen Unterschied – und dann gibt es die gesamte Bandbreite bis zu denen, die aus dem Flugzeug aussteigen und direkt umkippen, oder zumindest so krank werden, dass sie direkt zurückfliegen müssen.

Insgesamt hat unsere Reisegruppe die Höhe ganz OK verarbeitet, ein paar Kopfschmerzen, ein bisschen Abgeschlagenheit, Dinge wie erhöhter Puls und Atemfrequenz, niedrigere Sauerstoffsättigung im Blut…

Am zweiten Tag hatte sich das jedoch dann auch für praktisch alle wieder gelegt.

Aber zurück zur aktuellen Fahrt.

Am Flughafen sind wir direkt in einen Bus eingeladen worden und sind losgefahren, in Richtung Urubamba, einer der größeren Orte im heiligen Tal der Inkas.

Auf dem Weg dorthin haben wir in Cusco auch mehrfach Eisenbahnschienen gesehen, nur fährt dort keine Bahn mehr. Eigentlich ging die Linie von Cusco bis in den Amazonas, an Machu Picchu vorbei. Leider haben vor einigen Jahren Überflutungen die Schienen nahe Cusco zerstört. Es gibt zwar noch einen Bahnhof ein bisschen außerhalb der Stadt, den nutzen jedoch nur wenige. Die Fahrt mit dem Zug dauert etwa doppelt so lang wie mit dem Bus.

Nachdem wir Cusco verlassen hatten ging es immer weiter bergauf, das Panorama wurde immer eindrucksvoller. Laut der Anzeige in meinem Telefon sind wir dabei dann auch schon fast bis auf 3.900m Höhe gelangt.

Nach etwas über einer Stunde Fahrt haben wir dann einen Stopp eingelegt, am Mirador Racchi, auf 3.745m Höhe.

Diesen Aussichtspunkt kann man auch als den Eingang zum Heiligen Tal bezeichnen, die Aussicht ist einfach nur spektakulär.

Auch die ersten Inka-Bauten waren sichtbar, in der Form von Terrassen, die am Berghang zu sehen waren. Auch die auf den Bergen um das Tal zu findenden Gletscher und kurvige Straßen und Fußwege waren sichtbar.

Und natürlich werden hier auch „klassische“ Touristen-Aktivitäten angeboten, z.B. Ziplining. Sah jedoch geschlossen aus, wobei aus unserer Gruppe auch niemand ein Interesse daran bekundet hatte… zeitlich wäre es wohl auch eher eng gewesen.

Nach einem circa 30-minütigem Stopp ging es dann für uns weiter in Richtung Urubamba.




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