Als wir gerade dabei waren, uns für unser Abendessen im Restaurant love.fish umzuziehen, klopfte es an der Tür unseres Hotelzimmers. Eine der Mitarbeiterinnen des Hotels stand vor der Tür, wünschte uns „Happy New Year“ und drückte mir zwei Gläser Sekt in die Hand.

Nachdem wir den Sekt ausgetrunken hatten, haben wir uns auf den Weg nach Barangaroo gemacht.
Silvester mitten im Sommer – es war einfach herrlich. Sich nicht alles abfrieren während man das neue Jahr einläutet – perfekt. Das Wetter war auch entsprechend, also nicht zu warm, definitiv nicht kalt, einfach angenehm.
Dort angekommen haben wir uns erst einmal ein Begrüßungscocktail genehmigt, bevor wir die Speisekarte studiert haben. Das „Feed Me Menu“ hatte es uns recht schnell angetan; gesagt, getan – bestellt.



Long story short… wir haben es nicht bereut 😊 – es passte einfach alles, bis hin zum Dessertwein.






Und dann wurde es gegen 21:00 Uhr plötzlich laut – das Familienfeuerwerk hatte angefangen. Denn hier werden Silvester mehrfach Feuerwerke gezündet: das offensichtliche um Mitternacht, jedoch auch – wie erwähnt – um 21:00 Uhr, damit Familien mit ihren Kindern auch was davon haben.
Um das etwas mehr zu erklären: im Gegensatz zu Deutschland und Österreich werden in Australien (und vielen anderen Ländern der Welt) nicht einfach planlos Millionen oder Milliarden von Euro verplempert indem jeder Idiot einfach vollkommen hirnlos Böller oder Raketen in die Luft ballert.
… ok, vielleicht merkt man da ein kleines Bisschen meine persönliche Meinung zum Thema Silvesterböllerei… 😉
Hier werden von den Städten große Feuerwerke organisiert, sowie auch das Drumherum. Es gibt eine Webseite auf der die besten Aussichtspunkte gezeigt werden, sowie auch deren jeweiliger Füllstand und ob man dort noch eine Chance hat hinein zu kommen. An den Plätzen sind Toiletten aufgebaut, und an mehreren ist auch für Essen und Trinken gesorgt.
In der ganzen Nacht haben wir nicht ein einziges Mal den Eindruck gehabt, dass die Stimmung kippen würde und irgendwelche besoffene Deppen anfangen würden, Böller in Menschenmengen zu werfen, oder Raketen auf Leute abzufeuern.
Die Stimmung war stattdessen ausgelassen, fröhlich und freundlich. Und das, obwohl die diversen Aussichtspunkte schnell voll waren.
Genau gesagt so schnell, dass wir noch beim Abendessen saßen, als die beiden Punkte, die wir uns ausgesucht hatten, bereits „alles voll“ meldeten. Nun saßen wir also am anderen Ende der Welt und waren uns nicht sicher, ob wir irgendwo einen vernünftigen Blick auf das Feuerwerk bekommen würden…
Also haben wir uns ein Taxi geschnappt und uns in Richtung Balmain East fahren lassen – eine Halbinsel auf der anderen Seite vom Darling Harbour. Das ging auch eine Zeitlang gut – etwas weniger als 2 Kilometer vom Ziel entfernt ging jedoch gar nichts mehr, wir standen im Stau. Also ging es für uns zu Fuß weiter.
Nach 20-25 Minuten waren wir, in immer dichter werdenden Menschenmassen, in der Illoura Reserve angekommen, von wo aus wir die Harbour Bridge sehen konnten. Ein bisschen war dabei der Barangaroo Point – unser eigentlich favorisierter Aussichtspunkt – im Weg, allerdings war die Sicht von hier auch sehr gut.
Und dann war es Mitternacht…
Als das Feuerwerk dann durch war, haben wir uns – zusammen mit tausenden anderen Menschen – auf den Weg zurück gemacht. Am Gladstone Park in Balmain East war eine Bushaltestelle eingerichtet, von dort aus sollten die Busse zurück in die Stadt fahren. Bei den Menschenmengen hatten wir ein bisschen die Befürchtung, dass wir stundenlang warten würden – stattdessen waren wir nach ca. 30 Minuten in einem Bus.













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