Es war mal wieder so weit – früh aufstehen. Naja, das klingt jetzt fast so als wenn es etwas außergewöhnliches wäre – auf dieser Tour war es das sicherlich nicht. 5 Uhr war eigentlich der Normalzustand, es konnte jedoch auch mal früher sein.
So oder so, an diesem Tag wurden wir mit dem Bus von unserem Hotel in Urubamba wieder nach Ollantaytambo gefahren, also dem Ort, den wir am Vorabend schon besucht hatten. Denn dort befindet sich auch der Bahnhof der Peru Rail, mit der wir von hier aus zum Ort Machu Picchu gefahren sind.
Der Ort Machu Picchu hieß übrigens nicht immer so, sondern eigentlich Aguas Calientes. Allerdings hat man im Ort irgendwann beschlossen, sich den Namen der primären Touristenattraktion des Landes zu geben, von den Besuchern hat eh kaum jemand den Ort als Aguas Calientes bezeichnet.
Der Bahnhof war am anderen Ende des Ortes, insofern musste unser Busfahrer sein Fahrzeug mal wieder durch die doch ziemlich engen Gassen des Ortes manövrieren. Einige Straßen werden dabei dann auch von „Aufpassern“ geregelt, damit immer nur Fahrzeuge in einer Richtung unterwegs sind. An anderen Stellen passierte das jedoch nicht, bei einer Straßenbreite, die man mathematisch als…
„([Breite eines Busses] * 2) + 2mm
… ausdrücken könnte nicht ganz unproblematisch.
Insofern blieben die zahlreichen Busse in der Straße immer wieder für ein paar Sekunden fast stehen, bewegten sich im Zeitlupentempo aneinander vorbei, um dann wieder auf Schrittgeschwindigkeit zu beschleunigen, bis wenige Meter weiter der nächste Bus in entgegengesetzter Richtung unterwegs war und stand.
Durchschnittsgeschwindigkeit auf den letzten 500 Metern – vielleicht 5-10km/h. Wobei das jetzt auch echt hoch geschätzt sein kann 😉
So oder so, irgendwann haben wir den Bahnhof erreicht, sind ausgestiegen und die letzten Meter bis zum Gleis gegangen. Am Zug wurden dann die Fahrkarten und Pässe kontrolliert und wir konnten unsere reservierten Plätze einnehmen. Leider waren es Plätze am Tisch, anderen Reisenden gegenüber sitzend. Diese Tischplätze kann ich schon im ICE oder IC in Deutschland bzw. anderen Zügen in Europa nicht ausstehen – und hier war es auch nicht besser.
Egal, die Fahrt sollte ja auch nur ca. 90 Minuten dauern.
Die Aussicht während der Fahrt war teilweise wirklich beeindruckend schön – nur leider meist auf der anderen Seite des Zuges. Insofern habe ich nur recht wenige Bilder gemacht… aber man kann ja auch mal eine Weile ohne Fotoapparat in der Hand die Aussicht genießen.





Schreibe einen Kommentar