Ok, ich gebe es zu: hier war ich skeptisch. Kartoffeln sind ja jetzt nicht wirklich mein Lieblingsessen, eher das Gegenteil.
Überrascht hat mich jedoch ganz klar die Tatsache, dass die Inkas in ihrer Zeit über 3.000 Kartoffelsorten kannten, mit zahlreichen verschiedenen Nutzungszwecken. Sicher, viele dieser Sorten waren auch einfach „nur“ Speisekartoffeln, andere wiederum wurden zerstampft und in Wasser eingelegt um dadurch eine Art Seifenlauge zu bekommen.

Hier im Potato Park – Parque de la Papa – werden etws über 1.300 Kartoffelsorten im Bestand gehalten. Und zwar wirklich genau dafür: um ihren Bestand, ihre Existenz, zu sichern. Hier wird nicht produziert, um daran Geld zu verdienen. Von hier aus wurden auch schon die Saaten von circa 750 Kartoffelsorten in das Svalbard Global Seed Vault auf Spitzbergen geschickt.




Gearbeitet wird hier nach dem traditionellen Agrar-Kalender, nach dem sich auch die Inkas schon orientiert hatten – sowie auch mit den Werkzeugen, die bereits seit Jahrhunderten genutzt werden.





Als zweites Standbein werden hier Stoffe – Alpaka-Wolle – in verschiedenen Stärken und Farben hergestellt, um danach im traditionellen Webstuhl zu Stoffen verarbeitet zu werden: Ponchos, Tücher, jedwedes Kleidungsstück, welches hier zur traditionellen Bekleidung gehört.


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