Keine Reise nach New Orleans wäre vollständig ohne eine Fahrt auf einem Raddampfer auf dem Mississippi.
Spoiler: es gibt aktuell zwei davon. Einer fährt eine etwas längere Strecke den Fluss entlang ohne dabei ca. 40-45 Minuten an einer Anlegestelle im Nirgendwo zu parken… und einer hält an einem Schlachtfeld aus dem Bürgerkrieg.
Möchte jemand raten, auf welchem wir waren?
Die Empfehlung lautet insofern, mit der Natchez zu fahren.
Nun also zu unserer Fahrt auf der Creole Queen… 😉
Vom Anleger direkt bei den Riverwalk Outlets geht es den Fluss entlang nach Norden, dann gleich um die Kurve nach Osten.
Der Fluss befindet sich übrigens, je nachdem wo man sich in der Innenstadt von New Orleans befindet, entweder im Süden, Westen oder Osten. Nur nie im Norden. Und die Westbank befindet sich im Osten, weil der so – umgangssprachlich – benannte Teil von New Orleans auf dem eigentlich westlichen Ufer des Flusses liegt. Nur hier, in der Schleife um New Orleans herum, ist das westliche Ufer des Flusses auf der östlichen Seite. Und während Bereiche einer Stadt, die als Uptown bezeichnet werden typischerweise oberhalb (sprich: nördlich) von Downtown zu finden sind, ist es in New Orleans natürlich umgekehrt. Uptown ist hier Carrolton, welches sich südwestlich von Downtown befindet.
Während man also diese ganzen Infos verdaut geht es weiter den Fluss entlang, an zahlreichen Anlegern, niedriger werdenden Gebäuden, einigen Industrieanlagen inklusive einer komplett vergammelt aussehenden Zuckerfabrik, die jedoch durchaus noch in Betrieb ist (nur halt nicht die vergammelt aussehenden Gebäude), bis man dann am Schlachtfeld-Anleger ankommt.
Dort kann man aussteigen. Oder es sein lassen. Wir haben uns für letzteres entschieden – und haben uns auf dem Schiff eine Weile ausgeruht.
Zwischenzeitlich fuhr die Natchez zunächst in die eine, dann in die andere Richtung an uns vorbei.
Und dann ging es auch für uns zurück nach New Orleans. Vorbei an der Zuckerfabrik, Anlegern, der östlichen Westbank und dann Downtown, im Wissen, dass Uptown irgendwo südlich dahinter liegt.
Wobei ich nicht unerwähnt lassen möchte, dass die Historikerin, die während der Fahrt Informationen über die Stadt per Mikrofon durchgegeben hat, ausgesprochen unterhaltsam und informativ zugleich war. Wobei man von einer Historikerin mit dem wohlklingenden Namen Dr. Tarantino sicher auch nichts anders erwarten würde 😉















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