Auch den Nachmittag unseres komplett freien Tages in Lima wollten wir nicht einfach ungenutzt lassen. Und da uns die Radfahrt in São Paulo schon so gut gefallen hatte, haben wir uns auch für Lima eine entsprechende Tour herausgesucht.
Zum Startpunkt waren es zu Fuß ca. 15 Minuten von unserem Hotel aus, also haben wir vor der Radtour gleich noch einen kleinen Spaziergang gemacht 😉
Nachdem alle Teilnehmer eingetroffen waren und passende Fahrräder und Helme hatten, ging es los. Und zwar einfach nur die Straße hinauf zum Kennedy-Park, benannt – was wahrscheinlich die Meisten schon geahnt haben werden – nach dem ehemaligen US Präsidenten.
Der Kommentar vom Tourguide dazu: auch wenn Kennedy sich nie wirklich zu Peru geäußert hatte, war der damalige Bürgermeister von Lima ein großer Fan. Also hat er den Park nach dem Präsidenten benennen lassen.





Der Park hat noch einen Beinamen: Katzen-Park.
Hier wohnen zahlreiche Katzen, die hier mit Futter und medizinischer Pflege versorgt werden, die hier einen sicheren Platz für sich haben. Und die Verwaltung von Miraflores achtet hier auch ganz genau darauf, dass niemand den Katzen schadet.
Sympathischer Ort… 😊
Vom Kennedy-Katzen-Park ging es dann weiter in Richtung Küste. Am Rande angemerkt: Lima hat mindestens in Miraflores und Barranco hervorragend ausgebaute Radwege. Auch hier wurden dafür teilweise Teile der Straße für Radwege abgezweigt. Und, große Überraschung: auch hier ist dadurch kein Geschäft zugrunde gegangen.
Am Ende der Avenida José Pardo angelangt fuhren wir zum Aussichtspunkt im Parque Grau Miraflores. Dabei hätte unser Guide noch fast Ärger mit einer der Sicherheitsbeamtinnen bekommen, da er mit uns in den Park hinein auf dem Fahrrad sitzend gefahren ist. Hier gilt: schieben. Ich vermute, dass wir als Nicht-Peruaner dann jedoch ausreichend als Ausrede fungiert haben – somit konnte es weiter gehen.

An der Malecón Cisneros entlang – wieder auf einem sehr gut ausgebauten Radweg – ging es nun bis zum Faro de la Marina, einem Leuchtturm, der auch heute genutzt wird. Gebaut wurde er 1972.

Unser nächster Stopp war der Parque del Amor – denke, dazu muss ich nicht viel schreiben, dazu einfach mal einen Artikel zurück blättern 😉




Neben dem Parque del Amor befindet sich die Puente Eduardo Villena Rey, die in der Vergangenheit auch einen auf ihre unrühmliche Geschichte hinweisenden Beinamen hatte: Selbstmord-Brücke. Aus dem Grund hat die Brücke heute ca. 4 Meter hohe Seitenwände.
Nun folgten wir der Malecón de la Reserva zunächst bis zum Einkaufszentrum Larcomar, einem in den Fels hinein gebauten Einkaufszentrum. Denn: alles, was oben auf dem Fels gebaut wird, muss öffentlich zugänglich sein, also z.B. die Parks entlang der Straße. In den Fels hinein gebaut, also quasi „unterhalb“ der Straßenebene, gilt diese Regel jedoch nicht mehr.
Wobei – Einkaufszentren sind ja im Allgemeinen schon auch öffentlich zugänglich… gibt da wohl weitere Gründe…
Als nächstes sind wir am Colegio Médico del Peru – der Peruanischen Ärztekammer – vorbei gefahren. Am Zaun des Geländes finden sich 551 Fotos von Ärztinnen und Ärzten, die der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen sind.
Die letzte Station unserer Radtour war der Ortsteil Barranco, der auch als Künstler- und Szeneviertel bezeichnet wird. Kann man, von unserem Eindruck her, auch durchaus genau so stehen lassen, die Beschreibung passt.
Dort angekommen hielten wir an der Heladeria Speciale für ein Eis, der Geschmack war die in Peru beheimatete Frucht Lúcuma. Optisch sieht die Frucht aus wie eine Kreuzung aus Pflaume und Mango, der Geschmack war dann eher der von Karamell.


Gegenüber der Eisdiele findet sich ein großes Wandbild von Chabuca Granda, einer peruanischen Lyrikerin und Liedermacherin. Ihr Werk wird als Teil des Kulturerbes Perus betrachtet.

Nach dem Eis ging es noch zu Fuß etwas durch die kleinen Gassen Barrancos, vorbei an zahlreichen Wandbildern.









Danach ging es dann entlang einer Hauptstraße – ja, auch hier wieder mit gut ausgebautem Radweg – zurück zum Ausgangspunkt.
Insgesamt für uns ein guter Weg, den Bereich Limas um unser Hotel herum ein bisschen kennenzulernen.

Schreibe einen Kommentar