Eigentlich wollten wir ja gestern schon nach Hilo fahren – durch die fortgeschrittene Uhrzeit hatte das jedoch wirklich keinen Sinn mehr gemacht.
Insofern konnten wir nun auch die direkte Route von unserer Unterkunft nehmen. Direkt ist dabei allerdings auch eher relativ zu verstehen: es ging erst einmal an Kailua-Kona vorbei, dann ins Inland und die Berge rauf.
Unterwegs kamen wir dann an der Abzweigung zum Mauna Kea vorbei, wo das „Onizuka Center for International Astronomy“ zu finden ist. Dieses ist nach dem ersten Hawaiianischen Astronauten benannt, der leider 1986 bei der Explosion der Raumfähre Challenger ums Leben gekommen ist.
Das Onizuka Center bzw. auch das Besucherzentrum für den Mauna Kea, sind übrigens bereits auf 2.800m Höhe. Was schon ahnen lässt, dass es hier noch deutlich weiter hinauf geht. Der Mauna Kea ist der höchste Berg Hawaiis – knapp über 4.300m hoch.



Und auch wenn wir einen Allrad-Mietwagen hatten – den Schotterweg bis ganz oben wollten wir dann doch nicht fahren.



Nachdem wir die Aussicht genossen hatten sind wir dann doch wieder zurück zum Highway gefahren. Dieser verläuft übrigens, wenig verwunderlich, mitten durch Lavafelder, einige davon sehen so aus als wenn sie alle paar Meter einen kleinen Vulkangipfel verstecken.
Auf der Weiterfahrt nach Hilo haben wir als nächstes dann die Rainbow Falls besucht, Wasserfälle, wie der Name ja schon verrät. Neben den Fällen gabs dann auch noch ein paar schöne Pflanzen und ein paar leicht gruselig aussehende Spinnen zu sehen 😁




Von dort aus waren wir dann nach ca. 20 Minuten Fahrt endlich an dem Ort, der von vorn herein unser Ziel war – Hilo.
Hilo ist die größte Stadt auf Big Island, wobei sie einen gewissen Charme aufweist. Allerdings weist sie auch deutliche Zeichen des Verfalls auf, an manchen Stellen schon sehr sichtbar, an anderen noch nicht so sehr.


















Was hier jedoch vor Allem sichtbar wurde war das Thema Obdachlosigkeit auf Hawaii. Auch wenn man sich die Inseln immer als tropisches Paradies vorstellt, das Leben hier ist teuer, und zwar teurer als es in den 48 „regulären“ (also den zusammenhängenden) Bundesstaaten ist. Hier kommt jedoch hinzu, dass man ohne Flugticket von den Inseln ganz einfach nicht weg kommt. Es gibt keine Fähre, nicht einmal zwischen den Inseln. Die Corona-Pandemie hat hier sehr sichtbare Spuren hinterlassen, viele Menschen sind durch das kaum vorhandene Sicherheitsnetz gefallen.
Einige historische Gebäude stehen auch leer – manche davon noch in einem Zustand, den man mit „Rettung noch möglich“ beschreiben könnte.






Andere wiederum…
So oder so, wir sind eine Weile durch die Stadt gewandert, bevor wir uns – auch mal wieder aufgrund der fortgeschrittenen Zeit – auf den Rückweg gemacht haben.
Ein Stopp war jedoch noch geplant, und zwar bei der Baumkuchen Farm.
Ja, richtig gelesen. Es gibt auf Big Island eine „Baumkuchen Farm“. Betrieben wird sie von zwei Auswanderern aus Deutschland, der Baumkuchen war auch wirklich sehr lecker. Wir hatten das Glück, dass wir noch etwas probieren (und dann auch kaufen 😁) konnten, denn eigentlich waren wir zu spät dort.
Da die Eigentümerin jedoch gerade noch dabei war, den Hof zu säubern, hat sie uns entsprechend auch noch Kostproben gegeben. Und, wie gesagt, gekauft haben wir dann auch gleich noch was.
Danach haben wir dann die „Nordroute“ zurück genommen. Leider hat es dabei teils heftig angefangen zu regnen, erst ganz im Norden wurde es dann wieder besser.
Und es kam, wie es fast schon kommen musste – Regen, hohe Temperaturen, Luftfeuchtigkeit… Nebel.
Nebel kombiniert mit dem Licht des Sonnenuntergangs…





Ich hätte hunderte Fotos machen können. Irgendwann reichte es mir dann jedoch auch, immerhin war noch eine ordentliche Strecke vor uns.

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