Eigentlich war der Tag anders geplant.
Für Sabrina hatte ich einen Ausritt auf den Terevaka – der höchste Berg der Osterinsel – gebucht, diesen hatte ich ihr zum Geburtstag geschenkt.
Ich selbst hatte noch gar nicht so richtig entschieden, was ich den Tag über machen würde, während sich Sabrina gegen 9:15 Uhr an die Rezeption gesetzt hat um auf die Abholung zu warten, die um 9:30 Uhr erfolgen sollte.
Sollte ist dabei das wichtige Wort – denn es kam niemand.
Ungefähr um 9:40 Uhr erhielt ich dann eine eMail, dass der Ausritt wegen der Wetterbedingungen abgesagt sei.
Wegen der Wetterbedingungen? Wir waren doch gerade noch draußen gewesen – da war keine Wolke am Himmel. Ok, vielleicht ist es auf dem Berg windig – aber trotzdem… warum kam diese Absage dann erst nach der geplanten Abholzeit?
Ich hab dem Anbieter daraufhin eine Nachricht geschickt, und unseren Unmut kundgetan. Nicht, dass es an der Stelle noch was helfen würde, aber irgendwie musste es dann doch sein.
Den Tag wollten wir uns davon jedoch nicht vermiesen lassen, also kam sehr schnell ein „Plan B“ zustande.
Unsere Unterkunft bietet auch Mietwagen an. Zu den Mietwagen muss man allerdings ein bisschen was bedenken: auf der Osterinsel gibt es keine Versicherungsgesellschaft – das Ergebnis ist: sämtliche Mietwagen werden hier ohne Versicherung angeboten. Und wenn man sich den Zustand einiger Fahrzeuge auf der Insel ansieht, dann kann man auch Zweifel bekommen, ob die Idee, hier mit einem Auto herumzufahren, wirklich eine gute ist.
Egal – mehr als 30 oder 40 km/h fährt hier eh niemand, mehr geben die Straßen nicht her. Vielleicht mal irgendwo für einen Kilometer, aber dann muss man die Schlaglöcher schon wirklich sehr verinnerlicht haben… 😉
Also haben wir einen der Mietwagen – einen relativ neuen Kia Soul – angemietet und sind losgefahren, in Richtung Ahu Akivi.
Um von dort aus auf den Ma’unga Terevaka zu wandern.
Die Aussicht vom etwas über 500 Meter hohen Berg wollten wir uns dann doch nicht entgehen lassen, und so kamen wir immerhin beide in den Genuss.
Von Ahu Akivi aus geht ein Wanderweg mehr oder minder geradeaus den Berg hoch.




Nach ungefähr ¾ der Strecke begegnete uns eine Gruppe Reiter – die mit 4 Guides gerade vom Terevaka auf dem Weg zurück zum Fuße des Berges waren. Auch wenn wir nicht erkennen konnten, ob es der gleiche Anbieter war – ich vermute, die Gedanken, die wir in dem Moment hatten kann sich fast jeder vorstellen.
Etwa 20 bis 30 Minuten später waren wir dann auf dem Gipfel des Berges angelangt. Hier war es dann doch schon ziemlich windig – jedoch jetzt auch nicht so, dass man sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte.


Für den Ausblick hat es sich auf jeden Fall gelohnt 😊


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