International Antarctic Centre

Auf der Südhalbkugel gibt es ein paar Orte, von denen aus die Forschungsstationen auf der Antarktis angeflogen werden. Für Neuseeland is Christchurch der zentrale Ort, von dem aus sämtliche Expeditionen und Versorgungsflüge starten.

Und während man als „Normalsterblicher“ kaum eine – bezahlbare – Möglichkeit hat, je die Antarktis zu betreten, so gibt es hier in Christchurch das „International Antarctic Centre“, in dem man sehr viel über den Kontinent erfahren kann.

Wir hatten uns dabei für die „Backstage-Pass“-Tour-Tickets entschieden, bei denen man nicht nur die Pinguine zu sehen bekommt, sondern auch die Räume, in denen sie gesundgepflegt werden. Und man kommt auch ein bisschen näher an die Pinguine im „Freigehege“ heran, während Mitarbeitende des Zentrums einem wirklich alles sehr gut erklären.

Im Zentrum befindet sich auch ein Kinosaal, in dem ein Besuch auf der Antarktis gezeigt… und simuliert… wird. Eingefroren wird man hier nicht. Allerdings ist der Saal nicht wirklich groß – im Gegensatz zur Schlage derer, die hinein wollten. Als wir uns das erste Mal angestellt hatten, hatten wir kein Glück und mussten auf eine der nächsten Vorstellungen warten.

Also sind wir zur Kältekammer gegangen. Je nachdem, wie man angezogen ist, kann man sich hier wärmende Kleidung leihen – bis hin zu den Schuhen. Dann ging es in die eigentliche Kältekammer. Und auch wenn in Christchurch gerade keine Hitzewelle war – die -8°C in der Kammer waren dann doch schon ziemlich frisch. Und dann haben sie noch die Windmaschinen aufgedreht. Ein Foto hab ich leider erst in dem Moment gemacht, als die Windgeschwindigkeit schon wieder auf 33.3 km/h runter war, und die gefühlte Temperatur damit bei -17,3°C lag.

Ja, es war kalt. Und hat uns ein bisschen daran erinnert, warum wir diese Reise jetzt im Nordhalbkugel-Winter machen: um genau solchen Temperaturen zu entgehen 😊

Also sind wir wieder aus der Kältekammer raus und haben und erneut zum Kino begeben. Dieses Mal hatten wir mehr Glück – und kamen mit rein. Der gezeigte 3D-Film ist schon teils ziemlich realistisch, jedoch nicht nur wegen der Bilder. Während des Films bewegen sich die Sitze, teils recht ruckartig, während auf der Leinwand die Bilder einer Fahrt mit einem Hägglund-Fahrzeug zu sehen ist. Ein oder zwei Mal wird man auf der „Tour“ im Kino übrigens auch nass… 🤣

Danach haben wir im Museums-Café erst einmal ein bisschen was gegessen, bevor wir uns auf ein weiteres Abenteuer eingelassen haben: eine Fahrt mit einem der Hägglund-Raupenfahrzeugen. Und diese Fahrt ist schon ziemlich wild…

Man fährt dabei über einen Parcours, der zahlreiche der Gefahren auf der Antarktis simuliert. Mit dabei sind solche Sachen wie Steigungen und Gefälle in ca. 45° Winkeln, Schräglagen, riesige Spalten/Risse im Boden, über die diese Fahrzeuge hinwegfahren können… einfach alles.

Eines können die Fahrzeuge übrigens nicht – und zwar nicht einmal im Ansatz: Komfort.

Anfahren, bremsen, lenken – das läuft bei diesen Fahrzeugen alles schon sehr direkt und ruckartig. Nach wenigen Momenten war einem auch klar, warum der Fahrer vor der Abfahrt einige warnende Worte gesprochen hatte, dass man aufpassen müsse, nicht mit dem Kopf an einer der Wände oder sonstigen Gegenstände im Fahrzeug zu verletzen.

Geräuschdämmung scheint es im Fahrzeug auch nicht zu geben – wir hatten alle Kopfhörer auf, und selbst mit denen war der Lärm schon eindrucksvoll.

Und es hat einfach unglaublich viel Spaß gemacht 😊




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