Das, was uns in San Francisco passiert war, sollte uns auf Oahu nicht wieder passieren: die nur per Schiff erreichbare, geschichtlich bedeutende, Sehenswürdigkeit wollten wir nicht nochmals verpassen. Also haben wir uns hier jetzt eine Tour gebucht, die den Besuch von Pearl Harbor enthielt, inklusive der Fahrt zur USS Arizona.
Einige Zeit nach der Buchung habe ich dann jedoch den Satz im Kleingedruckten gefunden, der uns dann doch Sorgen gemacht hat – nämlich der Hinweis darauf, dass eine Fahrt zur USS Arizona nicht garantiert werden könne.
Gleich vorweg – die Sorgen erwiesen sich als unnötig.
Kurz ein Schritt zurück durch die Zeit: gestern sind wir von Maui nach Honolulu geflogen, und haben im Hotel eingecheckt, wo wir auch Weihnachten verbringen werden. Es ist auch unsere letzte Station in den USA.

Gestern haben wir dann auch nicht mehr so wirklich viel gemacht. Vor dem Flug haben wir den Tag ruhig angehen lassen. Als wir dann im Hotel angekommen waren, konnten wir gerade noch den Sonnenuntergang beobachten, bevor wir den Tag dann auch beendet haben.
Die Pearl Harbor Tour bestand aus zwei Teilen – Teil 2 war der Besuch im Hafen, Teil 1 war eine Stadtrundfahrt, bei der wir zumindest eine Handvoll Highlights zu sehen bekommen haben.
Der erste Punkt war der Soldatenfriedhof „Punchbowl“ – eigentlich „National Memorial Cemetery of the Pacific“, nur kennt ihn eigentlich jeder unter dem Spitznamen. Der kommt daher, dass der Friedhof im Inneren eines Vulkankegels liegt, dessen Form an eine „Punchbowl“ erinnert – eine „Bowle-Schüssel“. Spontan würde ich jetzt zwar auch behaupten, dass das auf viele Vulkane zutrifft – wobei ich denke, dass diese Diskussion auch nicht wirklich geführt werden muss 😉
Leider sind wir nur über den Friedhof gefahren – und haben nicht angehalten. Sabrina hat zwar ein Video aufgenommen, ich hab jedoch nur ein Foto etwas außerhalb des eigentlichen Friedhofgeländes machen können. Eventuell schaffen wir es ja in den kommenden Tagen, hier nochmals vorbei zu kommen.

Von der Punchbowl aus ging es weiter in die Innenstadt von Honolulu. Die wirkte für uns erst einmal unerwartet leer, fast ausgestorben. Bis dann unser Guide den Hinweis gab: heute ist Sonntag, es sind also praktisch nur Touristen in der Stadt unterwegs 🤣
Der erste Stopp war hier der Iolani Palast – denen, die die Serie „Hawaii 5-O“ kennen sicherlich namentlich bekannt. Was mich jedoch überrascht hat ist, dass das Gebäude gegenüber des Iolani Palasts das ist, welches man in der Serie sieht, nämlich das „King Kamehameha V Judiciary History Center“.




Das „King Kamehameha V Judiciary History Center“ beherbergt den obersten Gerichtshof von Hawaii, während der Iolani Palast ein Museum ist. Und die einzige offizielle (ehemalige) Königsresidenz in den Vereinigten Staaten.
Danach ging es noch ein bisschen weiter durch die Straßen, auch vorbei an einigen Beispielen der ja weiterhin noch obligatorisch scheinenden Weihnachts-Deko…

Und dann ging es nach Pearl Harbor.
Ich denke… oder hoffe… mal, dass das, was hier während des 2. Weltkriegs passiert ist, jedem bekannt ist. Wenn nicht… einfach mal „Pearl Harbor“ in eine Internet-Suchmaschine eingeben.
Die Stelle, an der die USS Arizona damals gesunken ist, ist heute ein Denk- und Mahnmal, und auch ein offizieller Friedhof, denn viele der damals auf dem Boot gestorbenen Soldaten liegen auch heute noch dort. Genau gesagt haben sich auch einige der Überlebenden später dann hier beerdigen lassen.
Insofern achten die Soldaten der US Navy, welche den Stützpunkt und die Boote zur Überfahrt zum Denkmal betreibt, auch sehr genau darauf, dass sich die Besucher dem Ort entsprechend verhalten.













Hier habe ich dann noch eine Sammlung von verschiedenen Hinweistafeln, die sich auf dem Gelände des Pearl Harbor Museum befinden:






Vor und nach dem Besuch des Denkmals sind wir noch ein bisschen durch das Pearl Harbor Museum gelaufen – die Ausstellungen sind wirklich sehenswert. Hier wird auch viel selbstkritisch darauf geschaut, wodurch der Angriff überhaupt erst ermöglicht wurde, welche Fehler auf Seiten der USA gemacht wurden.
Diese Aufarbeitung ist nicht nur richtig, sondern natürlich auch wichtig.
Nachdem wir wieder zurück bei unserem Hotel waren, sind wir noch eine Runde an den Strand gegangen, um wieder einmal das Licht des Sonnenuntergangs genießen zu können.







Danach sind wir über die Kalākaua Avenue zurück zu unserem Hotel gegangen, vorbei an den eher teureren Einkaufszentren sowie Geschäften der diversen bekannten Luxusmarken.


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