Hawaiʻi Volcanoes National Park

Unsere eigentliche Hauptattraktion für den Tag war der Volcanoes National Park. Die Hawaiianischen Inseln sind ja durch und durch vulkanisch, wobei ich finde, dass man das hier auf Big Island noch mehr sieht als auf den anderen Inseln. Also… zumindest verglichen mit dem, was ich auf den anderen Inseln bislang so gesehen habe.

Vom Ka Lae Point aus war es auch nur noch circa eine halbe Stunde, wobei wir uns auch da wieder durch zahlreiche Landschaftsformen bewegt haben. Von einem kleineren Gebirge über weite Wiesen, eine blühende Küstenlandschaft bis hin zu Lava-Wüsten… alles dabei.

Was wir vorab recherchiert hatten ist, dass zu verschiedenen Zeiten über den Tag hinweg Ranger für kurze Führungen am Krater des Kilauea Vulkans zur Verfügung stehen – „Ranger Talks“ nennt sich das Ganze dann. Können wir übrigens wirklich nur wärmstens empfehlen!

Die Rangerin, die heute die Führung um 13:30 Uhr durchgeführt hat war eine noch recht junge Hawaiianerin, die ihrerseits in Sichtweite des Kilauea aufgewachsen ist. Insofern hatte sie auch einige Erfahrungswerte mit kleineren oder größeren Ausbrüchen des Vulkans.

Und so haben wir sie auch nach etwas gefragt, was uns auffiel – zunächst nur subtil, im Laufe des Tages hatten wir jedoch den Eindruck, dass sich am Vulkan eine Änderung zeigte: der Dampf oder Rauch, der aus dem Krater aufstieg, wurde aus unserer Perspektive langsam aber sicher immer dichter, intensiver. Insofern haben wir natürlich gefragt, ob sie meint, dass ein Ausbruch in nächster Zeit bevorstehen würde.

Sie meinte, dass – zumindest laut Aussagen der Geologen, mit denen der Park zusammenarbeiten würde – aktuell kein Ausbruch bevorstehen würde, es wäre zu wenig Druck vorhanden.

Ein anderer Parkbesucher, der ihr dabei zugehört hat, hat dann noch erwähnt, dass er vor ein paar Jahren schon einmal hier zu Besuch gewesen sei. Kurz nach seinem Besuch sei der Vulkan dann ausgebrochen.

Schauen wir mal – ein paar Tage sind wir ja noch auf der Insel. Irgendwie hätten wir ja schon gerne einen Ausbruch gesehen.

Und damit das jetzt nicht ganz so nach Katastrophentourismus klingt, wie es sich für mich selbst gerade anhört… 🤣 … der Kilauea hat bei allen bisherigen Ausbrüchen genau eine einzige Fließrichtung des Lavas gezeigt, und zwar weg von dem Ort, an dem wir uns befanden. Der Aussichtspunkt am Rande der Caldera gilt tatsächlich als sicher, da die vorherrschende Windrichtung hier wohl auch verhindert, dass hier Asche oder Gase hingeweht werden.

Als wir uns dann wieder zum Auto begeben haben, haben wir festgestellt, dass die von uns eigentlich angedachte Weiterfahrt nach Hilo und von dort aus zurück zur Unterkunft keinen Sinn machen würde, es war schon zu spät geworden.

Insofern haben wir den Rückweg wieder entlang der Küstenstraße gewählt, über die wir hierher gekommen waren.




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