Diese Straße dürfte wohl eine der legendärsten Straßen der Welt sein – die Route 66.
So wirklich existiert sie übrigens gar nicht mehr. Es gibt einige Teilstrecken, die noch befahrbar sind, andere wurden längst abgerissen. Eigentlich wollten wir ab Williams in Arizona bereits auf die Route 66 fahren, allerdings endet das dortige Teilstück dann ganz schmucklos in einem Wald.
Also sind wir erst einmal über den Highway bis nach Ash Fork gefahren, von wo aus ein längeres Teilstück beginnt.
Man kann dem Ort ansehen, dass er mal ein recht lebendiges Stück dieser Route gewesen ist. Heute verbleibt jedoch eher nur noch die Erinnerung. Die Motels sind geschlossen, mehr als die Hälfte der Häuser sehen verlassen aus, neu gestrichen oder renoviert wurde hier schon lange nichts mehr.





Da hilft dann auch die Plakette, dass ohne die durch Ash Fork verlaufende Eisenbahn der Süden des Bundesstaates Arizona wohl nicht (oder zumindest nicht zu dem Zeitpunkt, also es dazu kam) besiedelt worden wäre.
Von Ash Fork aus ging es weiter nach Seligman – der Ortsname sagte mir irgendwie schon was, ich konnte ihn jedoch mit nichts so richtig assoziieren. Vor Ort fanden wir heraus, dass der Versuch, die Route 66 auferstehen zu lassen, hier seinen Anfang hatte. Wobei „auferstehen“ dabei etwas hoch gegriffen ist, man möchte eher dafür sorgen, dass die Orte an den verbleibenden Teilstücken in Arizona wieder lebens- und besuchenswert werden.




Allerdings sieht man auch hier eher alte, in ihrer Zeit stehengebliebene, Gebäude, die mal wieder einen Eimer Farbe sehen sollten. Wobei Seligman sicher schon in einem wesentlich besseren Zustand ist als Ash Fork. Das ist allerdings auch keine wirklich hohe Hürde…




















Und ausgerechnet in diesem Ort rollte vor uns ein Tumbleweed über die – in dem Moment komplett leere – Straße. Man hätte es kaum besser inszenieren können 🤣

Von Seligman aus ging es durch das Land der Yampai Reservation, dort dann nahezu ohne Orte, wenn auch landschaftlich schön, wenn man auf die „klassische“ Prärie-Landschaft steht. Für einige der kleineren Ortschaften entlang dieses Teilstücks wurde das Tempolimit auf der Straße entweder gar nicht oder nur minimal reduziert. Man fuhr nahezu ungebremst durch Orte wie Peach Springs, Truxton, Antares oder Valle Vista durch.


Auf diesem letzten Teilstück vor unserem Ziel – Kingman – haben wir dann nochmal seinen der zahlreichen Güterzüge auf der Strecke gesehen. Güterzüge in den USA sind eine ganz andere Dimension: während sie bei uns zwar auch meist nicht ganz kurz sind, hier hat Sabrina bei einem Zug mehr als 250 Waggons gezählt. Und „Waggons“ bedeutet dabei meist zwei Fracht-Container übereinander gestapelt!


Am Ortsrand von Kingman haben wir dann noch einen Flughafen bemerkt – sah im ersten Moment wie ein Fracht-Drehkreuz aus, einige DHL-Maschinen waren zu sehen. Irgendwie sah das Ganze dann jedoch dennoch etwas merkwürdig aus, insofern sind wir dann auch nochmals zurück und direkt zu dem Flughafen gefahren.
Was wir dort vorfanden seht ihr dann im nächsten Beitrag – ich weiß… ganz übles Click-Baiting meinerseits 😁
Danach ging es für uns nur noch ein paar Kilometer weiter, bis wir unser Hotel in Kingman erreicht hatten.


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