Nachdem wir den gestrigen Tag bereits mit längeren Busfahrten begonnen und beendet hatten, haben wir beschlossen, diesen Tag im Hop-On/Hop-Off-Bus in Santiago zu verbringen.
Unser ursprünglicher Plan war, zunächst einmal eine Runde komplett durch zu fahren und dann zu entscheiden, was wir uns ansehen wollten. Ganz große Überraschung… es kam anders.
Bereits nach wenigen Stationen waren wir an der Haltestelle für die Seilbahn um auf den Cerro San Cristóbal hinauf zu fahren – und beschlossen, aus dem Bus auszusteigen. Die Fahrt in der Seilbahn war im Preis unseres Bustickets enthalten, ebenso wie die Fahrt in der Zahnradbahn, die alternativ auch auf den Berg hinauf fährt.
Die Fahrt mit der Seilbahn bietet schöne Aussichten, wenn man sie denn genießen kann. Denn es war ziemlich windig – was unsere Gondel schon auch ziemlich hat schaukeln lassen. Irgendwann waren wir dann jedoch oben angekommen und hatten wieder festen Boden unter den Füßen.
Auf dem Berg findet sich eine große Marien-Statue, die von weiten Teilen Santiagos aus zu sehen ist. Nur nicht aus dem Bereich, in dem unser Hotel war – daher waren wir zunächst etwas überrascht, sie zu sehen.
Von hier oben aus hatten man zudem auf weite Teile Santiagos einen wirklich guten Blick, wobei dieser ein bisschen durch den Dunst getrübt war.
Für den Weg wieder runter entschieden wir uns dann für die Zahnradbahn – die geringere Windanfälligkeit war mindestens ein genauso großes Argument wie die Tatsache, dass die Basisstation der Bahn direkt neben der Busstation im Stadtteil Bellavista liegt, von wo aus wir wieder mit dem Bus weiterfahren wollten.
Die Station mussten wir zwar ein bisschen suchen – sie war nämlich nicht mit einen Schild ausgestattet – da jedoch der Bus langsam genug unterwegs war und zudem auch recht lange gehalten hat, haben wir ihn problemlos erwischt.
Weiter ging es in Richtung Innenstadt, wo man zwar einige schöne historische Gebäude, jedoch auch sehr viele langweilige bis hässliche Betonblöcke zu sehen bekommt. Die Anzahl der Obdachlosen und Drogenabhängigen ist hier auch erheblich höher – wobei das ja jetzt auch keine Spezialität von Santiago ist, das findet man auch in anderen Städten.
Am Plaza de Armas sind wir nochmals ausgestiegen und etwas herumgelaufen – wobei wir auch schon vom Buspersonal darauf hingewiesen wurden, dass wir hier erhöhte Vorsicht walten lassen sollten.
Passiert ist nichts. Wir hätten nur fast den Bus zur Weiterfahrt verpasst – und der stellte sich als der letzet Bus des Tages heraus. Also sind wir mit diesem dann auch wieder bis zur Endstation mitgefahren, dem Einkaufszentrum Parque Arauco.
Insgesamt durchaus eine schöne Methode, eine Stadt zu sehen – zusammen mit den Erklärungen, die während der Fahrt gegeben werden (wenn denn dann die Kopfhörer funktionieren) kann man so viel über das Reiseziel erfahren. Und Ideen sammeln, was man sich an den kommenden Tagen noch so ansehen will.
Letzteres war jedoch für uns erst einmal nicht relevant – der morgige Tag beginnt für uns sehr früh, mit einem Flug in die Wüste.

















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