Ahu Tongariki dürfte ein Ort sein, von dem jede(r), die oder der schon einmal etwas über die Osterinsel gelesen oder gesehen hat, schon einmal gehört oder gelesen haben wird.
Es ist einer der wichtigsten Orte der Insel – hier findet sich die größte Reihe von Moais: 15 Stück nebeneinander.

Allerdings war Ahu Tongariki beim ersten Vorbeifahren nur ein kurzer Stopp, denn wir sollten nach unserem Besuch bei Rano Raraku wieder hierher zurückkehren.
Spoiler: es kam anders.
Nachdem wir uns die Moais aus der Entfernung angesehen haben sind wir daher weitergefahren, nach Rano Raraku. Das liegt in Sichtweite, die Fahrt hat kaum 10 Minuten gedauert.
Rano Raraku ist der Steinbruch, in dem die Meisten Moais hergestellt worden sind. Hier wurden sie zunächst als große Blöcke aus dem Stein geschnitten, dann wurden ihre Gesichter und Körper aus dem Stein „geschnitzt“. Und dann hatten die Rapa Nui ein ausgeklügeltes System, wie sie die Moai an ihren Zielort bekamen.
Die Statuen sind ja schwer – im wahrsten Sinne des Wortes tonnenschwer. Da man diese seinerzeit jedoch nicht einfach per Kran auf einen bereitstehenden LKW verfrachten konnte, brauchte es eine andere Lösung. Zumal die Statuen, bei all ihrem Gewicht, zerbrechlich sind.
Die Lösung fand sich dadurch, dass man die aufgerichteten Statuen mit einer leicht abgeschrägten Unterseite ausgestattet hat und sie damit den Berg, auf dem der Steinbruch liegt, „herunterwandern“ ließ. Das hat zwar seine Zeit gedauert, da sprach man dann für eine überschaubare Distanz schon einmal von Monaten – aber es hat funktioniert.
Dann, jedoch, fielen die Moai irgendwann in Ungnade – die noch nicht fertiggestellten Skulpturen blieben daher einfach hier am Berg liegen, fast wie achtlos weggeworfen.
Darunter befindet sich übrigens auch der Moai, der zum größten aller Moais geworden wäre: 20 Meter groß.
Auch heute liegt er noch, waagerecht, im Steinbruch – auf Dauer ein unfertiges Werk.








Wie oben angedeutet – eigentlich war der Tag an dieser Stelle noch nicht zu Ende. Allerdings fand Petrus wohl, dass wir für den Tag schon genug gesehen hatten, es fing an zu regnen, und zwar heftig. Also haben wir, zusammen mit unserem Guide beschlossen, die Tour für diesen Tag zu beenden und am nächsten Morgen etwas früher anzufangen.
Nächster Spoiler: es hat sich SEHR gelohnt 😊
Die Rückfahrt verlief dann im Regen – wobei selbst dabei auch weiterhin die Schönheit dieser Insel sichtbar war.





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