Ein Teil des Tages war das Nachholen einer Aktivität, die eigentlich schon am 2. November hätte stattfinden sollen – dazu habe ich auch einen Beitrag mit der Überschrift „Ma′unga Terevaka“ geschrieben… damals… als wir noch auf der Osterinsel waren…
Heute sind wir auf einer anderen polynesisch geprägten Insel – Oahu – und endlich haben wir es geschafft, für Sabrina einen Ausritt zu organisieren. Hier war das Ziel dann jedoch nicht ein hoher Berg, sondern ein Strand im Nordwesten der Insel.
Die „North Shore“ Oahus ist auch als Surferparadies bekannt; genau gesagt fand gleichzeitig etwas weiter östlich auch einer der wohl bekanntesten Surf-Wettbewerbe statt, der „The Eddie Aikau Big Wave Invitational“.
So sind wir von unserem Hotel in Waikiki aus einmal quer über die Insel gefahren, bis nach Waialua. Da haben wir uns dann zwar noch ein bisschen verheddert, dann jedoch herausgefunden, wo wir wirklich hin mussten, einen Ort weiter westlich.
Dort angekommen fielen uns erst einmal mehrere bunte Dinger im Himmel auf – ja, ich weiß, das klingt jetzt blöd 😉. Zunächst waren diese farbigen Flecken so angeordnet, dass wir den Eindruck hatten, dass sie allesamt an einer Schnur aufgehängt seien – aber perspektivisch wollte das alles nicht passen. Es gab nämlich an der Stelle, wo die Schnur am oberen Punkt aufgehängt hätte sein müssen lediglich ein paar Wolkenfetzen.
Kurz darauf machte das Ganze dann jedoch Sinn, als uns klar wurde, dass es sich um Fallschirmspringer handelte.


Während Sabrina dann auf ihrem Ausritt war konnte ich mehrfach Flugzeuge in ein paar Tausend Fuß Höhe sehen, aus denen dann wieder Fallschirmspringer herausgesprungen sind.





Als Sabrina von ihrem Ausritt zurück war, haben wir uns dann den Strand zusammen angesehen. Und, ja, selbst als nicht-so-wirklich-Strandfan muss ich sagen, dass der Strand schön war.





Nach ein paar Schritten am Strand entlang fiel uns jedoch dann auch etwas auf – es lagen einige Leute am Strand, wir waren die einzigen, die angezogen waren. Und damit meine ich jetzt nicht, dass wir hier nicht im Badeanzug oder Badehose unterwegs waren – wir waren die einzigen, die überhaupt etwas an hatten.
Unwissentlich waren wir also über einen der inoffiziellen FKK-Strände auf Oahu gestolpert. Es gibt wohl noch ein oder zwei weitere, auf Karten sind diese Strände jedoch auch nicht gekennzeichnet. Da wir uns jedoch nicht komplett entkleiden wollten – und die Anwesenden auch nicht stören wollten – haben wir uns auf den Weg zurück zum Auto gemacht.
Als nächstes haben wir in Haleiwa Halt gemacht, um beim Cameron Shrimp Truck zu essen. Der Food Truck wurde auf diversen Foren wärmstens empfohlen. Das Essen war gut – wobei wir nach dem Lesen der Bewertungen dann doch mehr erwartet hatten.
Um danach nicht gleich wieder länger im Auto zu sitzen haben wir erst einmal einen Spaziergang durch Haleiwa gemach. Ich meine, das Ganze hat man früher in der Schule mal als „Straßendorf“ beigebracht bekommen: die Häuser befinden sich an der Hauptstraße und an wenigen Stichstraßen, die von dieser abgehen. Dahinter ist der Ort dann auch gleich wieder zu Ende.
Im Ort befand sich auch ein Café – und mir fehlte definitiv etwas Koffein im Blut. Nachdem ich bestellt hatte wurde mir dann in einem Nebensatz erzählt, dass es wohl ein bisschen dauern würde. Ein Espresso. Wahrscheinlich das am schnellsten zuzubereitende Kaffeegetränk neben einem simplen Filterkaffee. Es dauerte schlussendlich ungefähr eine Viertelstunde. Danach hatten wir dann irgendwie keine weitere Lust mehr darauf, den Ort weiter zu erkunden.
Auf dem Rückweg haben wir uns eine andere Route ausgesucht, die uns mehr an die Südwestküste der Insel führte. Am Ende der Route – die ansonsten nicht wirklich spektakulär war – hatten wir dann zunächst richtig schönes Sonnenuntergangslicht, gefolgt von einem guten Blick über Honolulu bis hin zum Diamond Head am Ende von Waikiki.




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