Auch wenn unsere bisherige Standardoption zum Kennenlernen einer Stadt – Hop-On-Hop-Off Bustouren – in Dubai auch zur Verfügung stand, haben wir uns hier mal für eine reguläre Stadtrundfahrt entschieden. Irgendwie war uns nach einer etwas gezielteren Tour, ohne dafür erst einmal zwei Stunden durch die ganze Stadt zu fahren um dann zu entscheiden, was wir uns ansehen wollen.

Ein bisschen nach 9 Uhr ging es dann los, zunächst haben wir noch andere Teilnehmer von ihren Hotels abgeholt, danach war das erste Ziel der Jumeirah Beach, von wo aus man einen guten Blick auf das Burj al Arab hat.

Das Gebäude sieht schon recht beeindruckend aus – vom Jumeirah Beach aus liegt es noch hinter der Anlage vom Marsa al Arab, einer kombinierten Residenz- und Hotel-Anlage.

Sieht schon alles ziemlich nobel aus – so mit eigenem Parkplatz für die Superyacht direkt am Haus… so etwas braucht man hier natürlich. Wobei – wenn man sich eines dieser Häuser leisten kann, dann dürfte die Yacht eher ein Thema für die Portokasse sein 😉

Der nächste Stopp war dann die Al Farooq Omar Bin Al Khattab Moschee – benannt nach dem zweiten Kalif von Abu Dhabi, einem Berater Mohammeds.

Es ist auch eine der ersten Moscheen, die auch nicht-Muslimen den Zutritt gestattet hat.

Die Architektur zeigt ottomanische und andalusische Einflüsse und ist mit 30 Metern höhe eine der höchsten bzw. größten Moscheen in den Emiraten; sie bietet Platz für ca. 2.000 Gläubige.

Wie in einer Moschee auch nicht anders zu erwarten war, sind die Türen, Wände und Fenster sehr kunstvoll verziert, insgesamt strahlt der Raum auch eine große Ruhe aus.

Auf dem Weg zum Hotel waren wir letzte Nacht ja schon daran vorbeigefahren – und jetzt standen wir direkt vor dem Gebäude… das…

Museum of the Future

Die Architektur ist definitiv ungewöhnlich – in der Form einer „Dupinschen Zyklide“… und, ja, das hab ich nachsehen müssen 🤣. Die Definition davon ist – Zitat aus Wikipedia bzw. der 1822 von Charles Dupin verfassten Schrift „Die einhüllende Fläche einer Kugelschar, die 3 vorgegebene Kugeln in stetiger Weise berühren, heißt (Dupinsche) Zyklide“.

Alles klar? 😉

Das Museum befindet sich direkt an der Sheikh Zayed Road, in Sichtweite unseres Hotels – genau gesagt habe ich es auch bereits von unserem Balkon aus fotografiert, eventuell habt ihr es auf den Fotos auf den vorherigen Seiten bereits gesehen.

Leider war in der Tour nur der Besuch des Außenbereichs vorgesehen, insofern werden wir uns während unserer verbleibenden Zeit hier noch versuchen, Karten zu organisieren.

Die Kalligraphie auf der Außenseite umfasst Zitate von Scheich Mohammed bin Rasched Al Maktoum – dem Erbprinzen von Dubai – in denen er seine Vision der Zukunft beschreibt (was ich übrigens von der Webseite des „Ghorfa Arab-German Chamber of Commerce and Industry„):

„Wir leben vielleicht nicht Hunderte von Jahren, aber die Produkte unserer Kreativität können noch lange nach unserem Tode ein Vermächtnis hinterlassen“

„Die Zukunft gehört denen, die sie sich vorstellen, gestalten und ausführen können…“

Keine Stadt in dieser Region kommt ohne einen Souq aus – die traditionellen Märkte, die sich über die Jahrhunderte gehalten und immer wieder an die aktuellen Gegebenheiten angepasst haben.

Ob die Gebäude jetzt wirklich so ganz „original“ sind – ich denke, die Hand würde ich dafür jetzt nicht ins Feuer legen. Optisch passen sie jedoch, und schlussendlich wird hier über die Jahre auch immer wieder angebaut, abgerissen und modernisiert worden sein. Und während einige Teile schon sehr touristisch wirken, so sehen andere Teile des Viertels so aus, als wenn sie dann doch eher aus den ursprünglicheren Zeiten des modernen Dubais stammen.

Primär sind wir im Gewürz-Souq unterwegs gewesen, allerdings auch durch die Gold- und Kleidungs-Ecken gewandert, bis hin zu den eher von Einheimischen besuchten Bereichen, in denen Kochtöpfe und sonstiges Wohnungszubehör zu finden ist.

Als eine der letzten Aktivitäten stand auf dem Programm noch eine Fahrt mit einem (einer?) Abra – den traditionellen Booten, die auf dem Dubai Creek für die Überfahrt vom Deira Souq zum Grand Souq auf der Südseite des Creeks genutzt werden können.

Es sind Holzboote, auf denen wahrscheinlich bis zu ca. 20-30 Personen Platz finden können. Glücklicherweise ist der Dubai Creek auch keine Wasserstraße, durch die permanent große oder sehr schnelle Schiffe hindurchfahren, ansonsten hätte ich mir beim Anblick dieser Boote vielleicht doch etwas mehr Gedanken gemacht.

So wurde daraus eine kurzweilige Fahrt mit einem schönen Blick den Fluß entlang, bevor wir dann auf der anderen Seite zu einem Restaurant gefahren sind, in dem die Tour dann schließlich endete.




Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert