Für den Vormittag haben wir uns mal wieder einen Rundgang durch Christchurch ausgesucht, einfach mal so durch die Straßen wandern und die Stadt erleben.
Die Stadt, die in den vergangenen ca. 15 Jahren einiges mitgemacht hat.
Zunächst sind wir erst einmal wieder den üblichen Weg in die Stadt gegangen, am Victoria Square mit und dem Startpunkt der Christchurch Tram, über deren Büro eine Uhr auf einem Kiwi-Ei thront.


















In Christchurch läuft nebenbei im Moment das World Buskers Festival – ein jährlich stattfindendes Festival der Straßenkünstler und Kabarettisten, welches über die ganze Stadt verteilt stattfindet.



Etwas, was einem in Christchurch übrigens auch auffallen kann – je nachdem, mit welcher Erwartungshaltung man diese Stadt mit immerhin ca. 380.000 Einwohnern besucht. Es gibt so gut wie keine Hochhäuser.


Das Ganze ist eine Konsequenz aus den Erdbeben.
Am 4. September 2010 kam es zu einem Erdbeben der Stärke 7,1 – bei dem schon ziemlich viel Schaden angerichtet wurde, bei der Stärke schon keine wirkliche Überraschung. Allerdings ist man Erdbeben in der Canterbury-Region Neuseelands – wie auch insgesamt im ganzen Land – durchaus gewohnt. Dieses Erdbeben hatte sein Epizentrum unterhalb des Ortes Darfield, ca. 25km westlich von Christchurch.
Wie nach jedem Erdbeben wurden auch dieses Mal die Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten gestartet. Und dann kam der 22. Februar 2011.
Um 12:51 Uhr, mitten am Tag, bebte wieder die Erde – dieses Mal mit einer Stärke von 6,3. Das Epizentrum befand sich dieses Mal jedoch unterhalb des Ortes Lyttleton, vielleicht 5-10km südlich von Christchurch.
Etliche Gebäude, die bereits durch das Erdbeben vor nicht ganz 6 Monaten beschädigt wurden, brachen in sich zusammen – zahlreiche weitere trugen Schäden davon, oder wurden ebenfalls zerstört. Auch die weitreichende Zerstörung der Christ Church Cathedral entstand während dieses Erdbebens.
Nun war nach dem Erdbeben ziemlich viel zerstört und musste neu aufgebaut werden. Da die Stadtverwaltung jedoch nicht wollte, dass einfach plan- und ziellos drauf los gebaut wird, wurden die Bürger beteiligt. Sie reichten Vorschläge ein, wie die Stadt aussehen sollte – viele Parks, offene Flächen und keine (oder nur wenige) Hochhäuser.
Selbst wenn die Ideen und Vorschläge der Bürger nicht vollständig umgesetzt und beachtet wurden, so ganz ignoriert wurden sie auch nicht. Insofern fühlt sich Christchurch heute durchaus „gemütlicher“ an als andere Städte ähnlicher Größe.
In der Stadt gibt es auch ein Museum, welches den Erdbeben gewidmet ist. Kurzgefasst: es lohnt sich!
Eines der Exponate ist eine Zeitleiste der Erdbeben, welche die Region seit dem 19. Jahrhundert heimgesucht haben – die Liste ist nicht kurz… und bis zu einer Stärke von 8,2 ist so einiges dabei.






Weiter bekommt man zahlreiche Bilder zu sehen, Fotos, die nach den Erdbeben von 2010/2011 entstanden sind.



Abschließend folgt noch eine Sektion, die der Christ Church Cathedral gewidmet ist, hier haben wir dann auch zum ersten Mal gesehen, wie sie vor den Erdbeben ausgesehen hatte. Hier ist auch die Turmspitze der Kathedrale ausgestellt, welche – mit dem Turm zusammen zu Boden gestürzt ist.





Dann war es Zeit für uns, wieder zur Christchurch Tramway Haltestelle zu gehen, denn die Rundfahrt mit Abendessen stand an. Es wurde ein sehr leckeres 3-Gänge-Menü serviert, zusammen mit dem jeweils passenden Wein.






Auch diese Tour ist wirklich empfehlenswert – leckeres Essen kombiniert mit einer Rundfahrt durch die Stadt, während man dazu auch zahlreiche Erklärungen und Informationen zur Stadt und ihrer Geschichte erhält.
Nach dem Essen in der Bahn sind wir noch einmal ein paar Wandbilder abgelaufen, die wir unterwegs gesehen hatten.










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