Man stelle sich folgendes Szenario vor: die Hauptstraße, die mitten durch das Zentrum einer Millionenmetropole führt, an der sich zahlreiche Geschäfte und Banken befinden, wird jede Woche am Sonntag für den Autoverkehr von ca. 8 Uhr morgens bis 4 Uhr nachmittags gesperrt.
Stattdessen finden dort Veranstaltungen statt, Musiker spielen, Menschen flanieren die Straße entlang, kleine Händler bieten ihre Waren an (wobei die Geschäfte und Einkaufszentren an der Straße auch geöffnet sind), Leute fahren die Straße auf einer separat abgesperrten Spur per Fahrrad entlang, einige Joggen die Straße rauf und runter, insgesamt herrscht eine fröhliche, gelassene und entspannte Atmosphäre vor.
Irgendwie kann ich mir das in Deutschland nicht vorstellen – es würde unendliche Diskussionen darüber geben, dass ja die Geschäfte darunter leiden würden (nicht, dass diese am Sonntag geöffnet wären, aber es geht ja ums Prinzip), der Verkehr würde ja die ganzen anderen Straßen komplett blockieren, das gibt doch bestimmt nur Chaos und Ärger, …
In São Paulo ist das oben von mir beschriebene – positive – Szenario Realität. Seit inzwischen über 7 Jahren.
Und wir hatten das planerische Geschick (auch bekannt als purer, glücklicher Zufall), genau an einem Sonntagmorgen in São Paulo zu landen. Und unser Hotel befand sich in einer direkten Parallelstraße der Avenida Paulista.
Nachdem wir eingecheckt hatten und uns auf dem Zimmer erst einmal etwas erfrischt hatten, sind wir also direkt raus auf die Paulista gegangen.
Dort fanden wir genau das vor, was ich oben beschrieben habe: eine ausgelassene Atmosphäre, Menschen, die den Spaziergang auf der Avenida und die Musik genossen, die einfach Spaß daran hatten, an diesem Tag dort zu sein.
Den für Autos gesperrten Bereich sind wir bis zum nördlichen Ende abgelaufen, sowie einen Teil des südlich unseres Hotels gelegenen Bereichs.
Vor dem Shopping (Center) Cidade São Paulo kann man eine Ausstellung von zahlreichen bunt bemalten Herzen sehen, teils in bunten Designs, teils in fast schon blutig anmutenden Farben, und zwei davon mir Schriftzügen versehen, die den Hintergrund dieser Ausstellung erahnen lassen.















Zu guter Letzt noch das Thema Musik.
Es gab zahlreiche Acts, die ihre Musik aufgeführt haben. Bei manchen hat man sich recht schnell gewünscht, dass sie dies nicht getan hätten, der Wunsch nach Ohropax war sehr schnell sehr präsent.
Und dann haben wir noch zwei Musikgruppen gesehen, die mit recht einfachen Mitteln eine unglaubliche Stimmung „entfacht“ haben. Sollte ich es schaffen, die Videos davon zu verkleinern, werde ich sie hier noch hochladen. Ansonsten habe ich hier natürlich auch Fotos davon:




Inzwischen klappt auch das mit den Videos… also…
Und weil uns das Ganze so gut gefallen hat – hier noch ein zweites Video:
Aber auch jenseits alledem ist die Avenida Paulista beeindruckend, bis hin zur abwechslungsreichen Architektur.











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