Die Osterinsel – eines dieser Ziele, von denen ich lange nicht gedacht hatte, dass ich es jemals dorthin… hierhin… schaffen würde. Sie liegt ja doch irgendwie ziemlich weit im „Nichts“.
2.075km von Pitcairn, die nächste bewohnte Insel
3.759km von Santiago de Chile
4.254km von Tahiti
14.245km von Frankfurt
An den meisten Tagen gibt es hier einen, an manchen Tagen zwei, Flüge. Das einzige Ziel aktuell ist Santiago de Chile. Früher gab es auch mal eine Verbindung nach Papeete auf Tahiti, diese wurde jedoch, aus wirtschaftlichen Gründen, eingestellt.
Nachdem wir am Flughafen unser Gepäck bekommen hatten, und unseren Transfer zum Hotel gefunden hatten, konnten wir uns erst einmal auf unserem Zimmer etwas erfrischen. Das war nach dem Flug irgendwie auch nötig.
Ein wenig später haben wir uns dann auf die erste Tour gemacht, zu Fuß zum größten (und einzigen) Ort auf der Insel: Hanga Roa.
Die Strecke ist nicht weit, circa ein Kilometer – auf dem Weg dorthin kommt man bereits an den ersten Moais vorbei, kurz danach ist man schon an der Straße, an der sich die ersten Restaurants befinden.
Zum Thema Moai(s): diese aus Stein gefertigten Statuen sind wahrscheinlich die bekannteste Sehenswürdigkeit der Insel. Sie finden sich an zahlreichen Plätzen, mal alleine, mal in Gruppen, mal in hervorragendem Zustand, mal kaum noch erkennbar.



Die ersten Moais wurden wahrscheinlich von den Polynesiern mitgebracht, dabei sprechen wir dann von ca. 50cm großen Statuen. Die Größten, die im Laufe der Zeit dann hier gefertigt wurden, sind über 10 Meter groß. Von diesen ganz großen Statuen steht allerdings keine mehr.
Das liegt wiederum vor Allem am Bürgerkrieg, der im 18. Jahrhundert auf der Insel ausbrach, nachdem eine immer weiter anwachsende Bevölkerung immer mehr Flächen verbraucht hat, immer weniger Ackerland zur Verfügung stand und die Lebensmittel knapp wurden. Dadurch kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Stämmen auf der Insel.
In dieser Situation erhofften sich die Menschen auf der Insel Unterstützung von ihren Vorfahren, welche sie mit den Moais geehrt hatten. Allerdings blieb diese Hilfe aus – der Glaube an die Macht der Vorfahren und die Bedeutung der Moais ging verloren. In ihrer Wut und Enttäuschung wurden die Moais teilweise umgeworfen oder gleich zerstört.
Im 20. Jahrhundert wiederum wurden dann viele restauriert und wieder aufgestellt, andere liegen weiterhin in der Landschaft.
Nichtsdestotrotz – die Moais wurden zur größten Attraktion der Osterinsel.
Wobei – und ich denke, das geht aus den Bildern auch ganz gut hervor: die Insel als solches bietet auch die „klassischen“ Postkartenmotive, also das, was man sich unter einer Insel im Südpazifik so vorstellt.




Vor Allem bietet sie Ruhe und Entspannung. Keine permanenten Motorengeräusche, die Menschen sind in der überwältigenden Mehrheit gut gelaunt und freundlich (oder zumindest nicht offensichtlich ablehnend bzw. negativ), alles läuft in einem gemächlichen Tempo ab, Hektik ist ein Fremdwort.
Entspannung pur.
Genau das, was wir gebraucht haben 😊

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